3 Editorial
4 Inhalt
6 Fundstück der Saison
8 News | Termine
10 Suzanne Golden: Perlen-Pop-Art
22 Kurs: Perlen in der Fläche
56 Porträt: Gisela Hoffmann
78 Perlenladenverzeichnis
82 Buchvorstellungen
83 Tipps und Tricks
84 Wissen: Der Perlen neue Kleider
86 Interview: Martina Nagele
98 Vorschau/Impressum
Anleitungen
23 Handtasche „Hana-Bi“
27 Tasche „Amulet Purse“
30 Schmuckset „Perlen Poesie“
42 Collier „Dragonfly Escapade“
46 Armband „Spring Freeform“
50 Objekt „Equinox Geopod“
58 Lariat „English Rose“
63 Ring „Froufrou“
64 Armband „Helio“
66 Armband „Coiled Crystals“
68 Armband „Obstsalat“
69 Halskette „Jester Lariat“
71 Collier „Slaying Dragons“
92 Titelstück „Beaucoup d’amusement“
* Künstlername von Martina Nagele. Armband „Read between the Lines“ in der traditionellen Farbkombination türkis /silber. Sieht auf den ersten Blick einfach aus, enthält aber einige Geheimkniffe, die es in sich haben. Technik: ungerades Peyote, Fringe, Square-Stich Material: Rocailles, Stäbchenperlen, diverse Akzentperlen, z.B. aus Kristall und echtem Türkis.
Das Rheinland ist der Perlen-Knotenpunkt in Deutschland, denn dort gibt es die größte Dichte an Perlerinnen und Perlenläden. Und da wohnt Martina Nagele, gebürtig aus Augsburg, in Perlenforen auch als „Mariposa“ bekannt. Dem Team von Perlen Poesie ist ihr Schmuck mit seinen ausgewogenen Proportionen, dem klassischen Stil, ja der „durchdachten Gestaltung mit dem kleinen Kick“ in Form oder Funktion aufgefallen (siehe PP 6, Anhänger „To bling or not to bling“). Die sanfteren Töne – viel Oliv und Bronze – sind ihre Farbpalette. Sie bevorzugt matte Oberflächen mit glänzenden Akzenten. „Silverlined“ ist nicht ihre Sache.
Ungewohnt üppig: Die Kette „Woodland Steampunk“ erreichte den 1. Platz der Kategorie „Beadweaving“ im „Use the Muse IV“-Wettbewerb von Scarlet Lanson. Als Kern-Challenge muss ein vorher unbekanntes, meist ungewöhnliches Teil „eingebaut“ werden. In diesem Fall war es der große Holzstern. Material: Rocailles, Zylinderperlen, lasergeschnittenes Walnussholz, Kupfer, Keishi-Muschelperlen, Kristalle. Technik: Peyote, Herringbone, Perlenhäkeln.
Armband „Alien“ sieht ein wenig nach Stacheldraht aus, schmiegt sich aber erstaunlich weich ums Handgelenk und ist absolut maushand-tauglich. Der Verschluss ist eine „Spinning Top Fringe Bead“ von Gwen Fisher und Florence Turnour. Material: Rocailles, Stäbchenperlen; Technik: Fringe, Peyote.Martina, die in der Rechtsabteilung einer Bank arbeitet, zitiert die verwunderte Aussage ihrer Mutter, einer ehemaligen Bilanzbuchhalterin: „Ich weiß gar nicht, wo meine Tochter die Kreativität her hat …“ Natürlich sei die auch von ihrer Mutter, lacht Martina, diese habe doch selbst Kleidung genäht und Martina eingeprägt, nicht ungeduldig zu sein und eine angefangene Sache immer ordentlich zu Ende zu bringen. Es sei so schade um die ganze Arbeit, wenn man am Schluss nachlässig sei. „Dass sie mir das beigebracht hat, dafür bin ich ihr dankbar“, sagt sie. Martina ist eine Botschafterin für Qualität, denn die ist für sie unabdingbar. Ob man ein Stück mit schlechtem oder gutem Material mache, der Arbeitsaufwand sei zwar dergleiche, doch das Endergebnis sei bei schlechtem Material unbefriedigend. Wenn die Perlen zum Beispiel scharfkantig seien oder ihre Farben ausbleichten, hat man nicht lange Freude daran. „Lieber ein kleineres Projekt