3 Editorial
4 Inhalt
6 Fundstück der Saison
8 News
10 Diane Fitzgerald
22 Fischgrätkurs
46 Lampwork: Martina Spitzenfeil
56 Atelierbesuch: Birgit Bergemann
65 Leserbriefe
76 Reportage: Bead and Button Show
84 Wissen: Fadenvorbereitung
89 Perlenladenverzeichnis
98 Fortbildung: Meisterklassen
102 Vorschau/Impressum
26 Anleitungen:
26 Armband „Krokodil“
28 Taschenschmuck
32 Blütenlariat
38 Halskette „Glory“
41 „Sternenstaub“-Ring
49 Halskette „Leopard“
50 Titel-Schmuckstück „Alkyone“
62 Halskette „Petite Fleur“
66 Korallenketten
68 Halskette „Pussycat“
69 Halskette „Galaranke“
80 „Gefädelte Perlen“
86 „Blooming“
92 Halskette „Majestät“
95 Armband „Parthenon“
Alles begann 1988. Diane Fitzgerald erinnert sich. Der verhängnisvolle Kurs, von Helen Banes geleitet, basierte auf einer Art Weben ohne Rahmen, „Needle Weaving“ genannt. Glasperlen werden dabei auf Nadel und Faden gezogen und lassen durch diese Technik einzigartige Schmuckstücke entstehen. Vielleicht war es die Nadeltechnik als Verbindung zu Quilting und Sticken, die Diane Fitzgerald so anzog. „Ich sah vom ersten Moment an, welche Interpretationen textiler Kunstwerke mit Nadel, Faden und Perlen möglich werden könnten.“ Mit der Hartnäckigkeit, Neues zu bewältigen, kämpfte sich Diane durch Techniken und ihr unbekannte Werkstoffe. Ein Jahr nach diesem ersten Kurs wurde sie mit dem zweiten Platz bei einem Textilkunstwettbewerb für ihre Mühe belohnt.
Perlen waren in den ersten Arbeiten bloßes Beiwerk, die textile Kunst stand im Vordergrund. Das Zusammentreffen mit dem Autor von „Indian Bead-Weaving Patterns“, Horace Goodhue, beeinflusste Dianas weiteren Lebensweg ganz besonders. „Als ich seine Kurse besuchte, lehrte er mich nicht nur die Arbeit mit kleinsten Perlen, sondern auch den Respekt vor fremden Kulturen.“ Diane Fitzgerald erzählt von einem außergewöhnlichen Schmuckstück ihres Lehrers. „Er hatte es nach dem Tod seiner Mutter in einer Schatulle gefunden und gab es mir. Es war aus winzigen Perlen gefertigt mit einer Art Spitze an der Seite. Für mich sah es aus, als wäre es gewebt.“ Neugierig nahm Diane das Schmuckstück auseinander, um herauszufinden, wie dieses Design realisiert worden war. Zum Glück für Besitzer und Schmuckstück war es jedoch für die angehende Künstlerin nur eine weitere Entdeckungsreise. Der Schmuck wurde unversehrt zurückgegeben und sogleich ein kleines Buch dazu veröffentlicht.
„Auf einer Messe sah ich eine ungewöhnliche Schlauchkette, nicht rund, sondern quadratisch gefädelt. Meine Neugier war geweckt!“ Nachfragen ergaben, dass es sich um eine Kette der Zulus aus Südafrika handelte. Diane Fitzgerald erstand neben dieser Halskette weitere Stücke, um die neue Fädelmethode zu analysieren.
Viele Stiche werden in der ganzen Welt auf gleiche Art und Weise gearbeitet. Dagegen sind die Techniken der Zulus oft einzigartig. „Vor mir hatte ich eine ganze Schachtel voller ungewöhnlicher Schmuckstücke und konnte keine Hinweise auf ihre Herstellung finden.“
Diane öffnete jede Kette zu einem kleinen Teil, fädelte sie wieder auf und beschrieb sorgfältig die