03 Editorial
04 Inhalt
06 Fundstücke der Saison
08 News | Termine
10 Huib Petersen
22 Peyote-Kurs
50 Spiel mit Perlen und Filz
68 Vom Zeitgeist geprägt - Perltaschen
82 Wissen: Kleine Fadenkunde
86 Perlenladenverzeichnis
90 Natacha Wolters
94 Vorschau/Impressum
26 Mosaikarmband
28 Armband "Phantom der Oper"
32 Perlbox "Carmen"
35 Halskette "My Fair Lady"
37 Kette, Ohrhänger "La Traviata"
41 Armband "Zauberflöte"
43 Kette "Dalliance"
45 Kragen-Lariat "Blue Bird"
48 Schwingender Schmuck
49 Halskette "Wilde Fädelei"
56 Titelanleitung "Autumn's Glory"
64 Handschmuck "Skylla"
74 Schmuck-Ensemble "Snowflake"
85 Armband Atención"
Natur kann groß und überwältigend sein. Doch auch das kleine, das sich nicht in den Vordergrund drängt, ist in seiner Zartheit, seinem Liebreiz un-widerstehlich. Ein besonderer Perlenkünstler bringt genau das „rüber“: Huib Petersens Werke anzuschauen, gar in den Händen zu halten, ist ein Genuss! So fein gestaltet, liebevoll ist sein Perlenschmuck, dass man unwillkürlich an einen Schmetterling oder kleinen Käfer denkt, der einem über die Hand krabbelt, oder einen Seerosenteich mit schwirrenden Libellen vor Augen hat. Huib fängt wie ein Maler das Wesentliche der gewählten Objekte in seiner Perlenarbeit ein. Die Ausstrahlung seiner Stücke könnte man als poetisch-naturalistisch bezeichnen. Stellen Sie sich vor, Sie tragen eine Kette aus tanzenden Schmetterlingen! Huib selbst beschreibt seine Werke als ungewöhnliche Art tragbarer Kunst, die sowohl die Feinheit von Stickerei und Spitze, die Tiefe von Bühnenbildern, als auch die Beständigkeit und Brillanz von Glasperlen in sich vereinigt. Wie kam er zu dieser Art von Kunst? Wir fragen ihn danach. „Ich bin in Doorn, Niederlande, geboren und aufgewachsen, mein Vater war Maurer. Mein Bruder ist Zimmermann, und dann war da noch ich, der sich sehr früh für Handarbeiten interessierte; ich machte zum Beispiel gerne Spitzen für Puppen.
„Ich habe mich sehr früh für Handarbeiten interessiert.“
Das war für die Umgebung und die Zeit etwas eigenartig und fiel in der kleinen Stadt auf. Doch meine Mutter und Großmutter nahmen mich mit ins Handarbeitsgeschäft. „Ich bin dankbar, dass meine Eltern dieses Interesse nicht unterdrückt haben, sondern mich tun ließen, woran ich Freude hatte. Mit Leichtigkeit lernte ich stricken, häkeln, sticken, Makramee sowie Spitzen häkeln und klöppeln. Auf dem Gymnasium entdeckte ich das Theater mit allem, was dazugehört: Kostüm- und Bühnendesign, singen, schreiben, spielen – bis zum Puppenspiel. Als ich in die USA zog, kam ich mit russischer Perlenkunst in Berührung. Die zog mich total in den Bann und ließ mich nie wieder los. Ich muss einfach immer etwas schaffen.“ Und was sind seine Perlen- und Technikfavoriten? „Ich arbeite weniger mit zylindrischen Perlen, die sich sehr gut für flaches Weben und Perlenweben mit Webrahmen eignen. Ich brauche für meine organischen Werke eher runde Perlen, die kantigen Perlen würden zu sehr herausragen. Ich benutze alle – die tschechischen Perlen wie auch die von Toho, wobei die letzteren zu meinen Favoriten zählen. Für einige Stücke ist es auch gut, ungleichmäßige Perlen zu nehmen, da man diese Ungleichmäßigkeit bewusst einsetzen kann.
„Mit Leichtigkeit lernte ich stricken, häkeln, sticken, klöppeln.“