Spiel mit Perlen und Filz

Heft–03

03 Editorial
04 Inhalt
06 Fundstücke der Saison
08 News | Termine
10 Huib Petersen
22 Peyote-Kurs
50 Spiel mit Perlen und Filz
68 Vom Zeitgeist geprägt - Perltaschen
82 Wissen: Kleine Fadenkunde
86 Perlenladenverzeichnis
90 Natacha Wolters
94 Vorschau/Impressum

Anleitungen

26 Mosaikarmband
28 Armband "Phantom der Oper"
32 Perlbox "Carmen"
35 Halskette "My Fair Lady"
37 Kette, Ohrhänger "La Traviata"
41 Armband "Zauberflöte"
43 Kette "Dalliance"
45 Kragen-Lariat "Blue Bird"
48 Schwingender Schmuck
49 Halskette "Wilde Fädelei"
56 Titelanleitung "Autumn's Glory"
64 Handschmuck "Skylla"
74 Schmuck-Ensemble "Snowflake"
85 Armband Atención"

178 „Objektkette Halbschale“: In leuchtenden Farben präsentiert sich der außergewöhnliche Halsschmuck.

Die beiden Freundinnen sind vor elf Jahren beim Medium Filz hängen geblieben. Was ursprünglich als Kinderbeschäftigung gedacht war – es sprang auf sie über. „Wir mussten immer zusammen auf unsere Kinder warten, so lernten wir uns kennen“, schmunzelt Gabriele Jackus. „Da wir diese Zeit nicht nur absitzen wollten, fingen wir mit kreativen Handarbeiten an und filzten.“ Viel haben sich die beiden selbst beigebracht – Learning by Doing. „Deshalb war eine interessante Erfahrung für sie, kompetente Ratschläge zu bekommen und Techniken weiter auszubauen.“ Ein Kurs bei einer ungarischen Designerin brachte einen entscheidenden Entwicklungsschub. Dreidimensionalität wurde Herausforderung. Aus organischen Formen zu schöpfen und ihre Ideen Wirklichkeit werden zu lassen – die Künstlerinnen lassen sich durch alle Sinne inspirieren. „Wir möchten nicht, wie uns zu Anfang geraten wurde, nur nützliche Dinge filzen. Wir sind eher für das Unpraktische, für das Experimentelle, Schrille und Bunte.“

179 Die „Quallenkette“: schwerelos tastende Tentakel

Aus Üppigkeit heraus kreativ sein – das mögen sie. Wenn scheinbar etwas schiefgeht und nicht der ursprünglichen Idee entspricht, so wird aus der Zufälligkeit weiter entwickelt. Das möchten sie sich bewahren und fortführen. Aus traditionellen Schemata und Formen wollen sie ausbrechen, denn die Künstlerinnen sehen dies für sich als nicht befruchtend an. Da sie so ganz „anders“ arbeiten, fallen sie natürlich aus dem Rahmen.

Warum sie Perlen verwenden? Gabriele Jackus lacht fröhlich. „Es holt unsere Teile aus der Öko-Ecke heraus. Wir finden, dass Perlen den Filz geheimnisvoller machen.“

180 „Pure 70´s“ ist der Hingucker schlechthin.

Und sie haben eine Unmenge davon, denn sie verfügen über einen Fundus, der in vielen Ländern zusammengesammelt wurde und aus dem sie nach Herzenslust schöpfen können. Das ist die Stärke der Freundinnen: Sie stoßen sich gegenseitig an, fordern sich heraus und halten zusammen.
Beide Designerinnen lieben den direkten Umgang mit den Kunden, freuen sich über große erstaunte Augen und entzückte Ausrufe, wenn die Stücke begutachtet werden, daher bieten sie ihre Kreationen gern auf speziellen Märkten an. Auch in bestimmten Galerien kann man ihre Werke finden.
Neben den Inspirationen aus anderen Kulturen sehen sie ihre Zukunft in der Verbindung mit Mode-Design. „Filz ist so interessant, kann in jeder Hinsicht vielseitig sein. Es bleibt spannend, immer Neues auszuprobieren!“

„Wir sind eher für das Unpraktische, für das Experimentelle,  Schrille und Bunte.“

181 Für die Ausstellung „Hommage à Angela“ kreiert: das „Bunte Verdienstkreuz“.