Vom Malern inspiriert

2051 Das Original „Bloom“ erhielt 2008 den 1. Preis beim J-Arts-Wettbewerb.

PP: In dieser Halskette verwenden Sie kleine Spitzenstücke. Warum haben Sie sich dafür entschieden?
Hiroe: Ich liebe das Gefühl von Spitze und Bändern. Bestimmt bin ich sehr beeinflusst von meiner Arbeit in der Schnittmusterentwicklung und als Modedesignerin. Wenn man von bestimmten Materialien überzeugt ist, sollte man sie verwenden. Das versuche ich auch meinen Kursteilnehmern zu vermitteln.
PP: Es gibt eine unglaubliche Vielzahl an Spitzen. Welche Art schlagen Sie für diese Halskette vor?
Hiroe: Das Material sollte eine gewisse Festigkeit besitzen, nicht zu weich sein. Allerdings gibt es Hilfsmittel, mit denen man auch weichere Spitzen fester bekommt.
PP: Woher nehmen Sie die Inspirationen für Ihre Kreationen?
Hiroe: Wenn es bestimmte Merkmale in meiner Arbeit gibt, stammen sie gewiss aus dem französischen Impressionismus. Die meisten meiner Bücher handeln von historischen Geschichten aus Japan und Europa. Ich liebe dies seit meiner Kindheit und viele gedankliche Bilder entspringen diesen Einflüssen. Ich schaue mir keine Werke anderer Perlenkünstler an, denn ich möchte nicht manipuliert werden. Viele meiner Arbeiten sind stark geprägt von meinem Beruf als Modedesignerin. Diese Originalität und Aussagekraft will ich beibehalten.
PP: Welche Maler sind Ihre Favoriten?
Hiroe: Raphael Santi, Georges Seurat, Pierre-Auguste Renoir – wobei Raphael mein Lieblingsmaler ist und ich oft nach Italien reise, um seine Bilder zu sehen.
PP: Sie haben Ihre Kunst zum Beruf gemacht. Wann fiel diese Entscheidung?
Hiroe: Am Anfang leitete ich einen Kurs mit nur einem Teilnehmer. Plötzlich erschienen meine Arbeiten in Magazinen und Büchern, ich erhielt Auszeichnungen bei Wettbewerben. All dies führte mich langsam die Stufen hinauf und heute sehe ich es als meine Berufung an.