Kurs Peyote-Techniken

Heft–03

03 Editorial
04 Inhalt
06 Fundstücke der Saison
08 News | Termine
10 Huib Petersen
22 Peyote-Kurs
50 Spiel mit Perlen und Filz
68 Vom Zeitgeist geprägt - Perltaschen
82 Wissen: Kleine Fadenkunde
86 Perlenladenverzeichnis
90 Natacha Wolters
94 Vorschau/Impressum

Anleitungen

26 Mosaikarmband
28 Armband "Phantom der Oper"
32 Perlbox "Carmen"
35 Halskette "My Fair Lady"
37 Kette, Ohrhänger "La Traviata"
41 Armband "Zauberflöte"
43 Kette "Dalliance"
45 Kragen-Lariat "Blue Bird"
48 Schwingender Schmuck
49 Halskette "Wilde Fädelei"
56 Titelanleitung "Autumn's Glory"
64 Handschmuck "Skylla"
74 Schmuck-Ensemble "Snowflake"
85 Armband Atención"

1684 Foto A: Die textilähnliche Oberfläche des Peyote lässt sich ganz einfach besticken oder verzieren.

In diesem Stich gearbeitete Stücke sehen wie gewebt aus, weshalb die Technik in Amerika auch „Off-loom Weaving“, also Weben ohne Webrahmen genannt wird. Das fertige Stück hat eine schöne Struktur, die auch Anfänger begeistern wird. Wenn Sie mit zylinderförmigen Saatperlen arbeiten, können Sie sogar ein kleines Klicken wahrnehmen, wenn die einzelne Perle in ihre Position sinkt. Viele empfinden die sich immer wiederholenden Schritte des Peyote als beruhigend, ja sogar heilsam.

172 Foto B: 2-Drop-Peyote. Bei jedem Schritt werden zwei Perlen verwendet und die Arbeitszeit ist verkürzt.

Es ist leicht, diese Technik zu variieren. Foto A zeigt eine einfache Form des Peyote. Da eine dichte Struktur entsteht, können vielerlei Verzierungen „aufgenäht“ werden. In Foto B abgebildet ist das „2-Drop-Peyote“, so genannt, weil in jedem Arbeitsschritt 
2 Perlen verarbeitet werden. Das Foto C zeigt eine andere Variante. Durch „2-Drop-Peyote“ kommen Sie auch doppelt so schnell ans Ziel – gut für Ungeduldige! Eine zusätzliche interessante Abwandlung des Peyote-Stichs sehen Sie in der Anleitung „Snowflake“ auf Seite 74. Wenn Sie Peyote das erste Mal ausprobieren, empfehlen wir Ihnen das „Mosaik-Armband“ als idealen Einstieg. Beim Peyote-Stich sind Zu- und Abnah-men   – Verbreitern bzw. Verkleinern der Fläche – leicht zu bewerkstelligen, deshalb lassen sich auch 
dreidimensionale Schmuckstücke arbeiten. In der Anleitung „Dalliance“ auf Seite 43 ist die gefädelte Perle zum Beispiel in Peyote entstanden. Bei „Carmen“ auf Seite 32 sind Deckel und Boden ein Modell für die Zunahme.

173 Foto C: Variation von 2-Drop-Peyote. Menge und Länge der Perlen können verwirren.

Man teilt diese Technik in zwei Kategorien: „Even Count“ und „Odd Count“, was übersetzt „gerade An-zahl“ bzw. „ungerade Anzahl“ heißt. Peyote mit gerader Anzahl von Perlen ist die meistbenutzte Methode. Wenn ein rundes Schmuckstück entstehen soll, wird normalerweise mit gerader Perlenanzahl und Aufschritt gearbeitet; Foto D ist ein Beispiel dafür. Mit dem Peyote-Stich lassen sich gut Cabochons (rund oder oval geschliffene Schmucksteine) einfassen oder auf Kleidung nähen. Das Mittelstück des „Phantoms der Oper“ auf Seite 28 wurde so gearbeitet.

Peyote-Fläche mit gerader Perlenanzahl („Even Count Flat Peyote“)

Abbildungen 1 und 2 zeigen das beliebte flache Peyote mit gerader Anzahl Perlen. Der Faden ist extra „locker“ gezeichnet, damit Sie die einzelnen Schritte besser nachvollziehen können. Wenn Sie in Peyote arbeiten, tun Sie dies bitte mit gleichmäßiger Fadenspannung und natürlich ohne Lücken.

Richten Sie Ihre Aufmerksamkeit auch auf die Art, wie wir die Reihen in Peyote zählen. In Abbildung 1, nach der Stopperperle, sehen Sie 6 Perlen. Diese bilden die erste und zweite Reihe. In Abbildung 3 wird die fünfte Reihe gearbeitet. Im Zickzack wird gezählt, um Zählfehler zu vermeiden. Nach Beendigung der fünften Reihe