Meisterstücke

Heft–01

3 Editorial
4 Inhalt
6 Fundstück der Saison
8 News
10 Grand Prix auf Japanisch
19 Wettbewerb:„Poesie der Elemente“
32 Kurs: eine „neue“ alte Technik
35 Das erste Spiralarmband
44 Stich-Kunst
46 Cypher-Space
63 Ihre Meinung ist uns wichtig
74 Inselträume
86
Farbspiel
89
Perlenladenverzeichnis
90
Perlen-Pionierin
94 Vorschau / Impressum

Anleitungen:
23 „Mischen möglich“
24 Armband „Monika“
26 V-Collier „Valerie“
28 Armband „Valerie“
30 Blumenkranz-Anhänger
38 2-Wege-Kette
41 Queen´s Ring
53 Tornado-Ring
56 Margeriten-Armband
60 Barockperlen Halskette „Angelika“
65 Spitzen-Armband
68 Blumenmeer
84 Halskette „Bali“
88 Domenica Element

Grand Prix auf Japanisch

Der „Beads Art Japan Grand Prix“ ist einer der renommiertesten Beading-Wettbewerbe im Land der aufgehenden Sonne. Wir stellen die Preis­trägerinnen 2008 vor und wovon sie sich bei ihren Designs inspirieren ließen.

1983 Grand Prix: Sonderpreis für Kimie Suto und ihr Stück „Dream“

Ich konnte diesen kleinen Rest einfach nicht wegwerfen“, sagt Kimie. „Ich entwarf dieses Schmuckstück als Symbol dafür, meine Zukunft zum Blühen zu bringen.“ Sie nannte ihr Schmuckstück „Traum“ und erreichte damit den Grand Prix im Costume Jewelry Wettbewerb, der im letzten Jahr in Tokio stattfand. Dieser BeadingWettbewerb ist einer der zwei wichtigsten in Japan. Eine hochrangig besetzte Jury aus Designern, Perlenmagazin-Chefredakteuren und einem Kunstprofessor zeichnet die besten Stücke aus. Die Werke werden jeweils unter einem zuvor bekannt gegebenen Thema gestaltet. Im letzten Jahr wurden allerdings andere Beurteilungskriterien angelegt. Aufwendig gestaltete Schmuckkunstwerke sind nicht unbedingt alltagstauglich. Anders als bei früheren Wettbewerben, bei denen die Jury auf besonders extravagante Beading-Techniken achtete, war das wichtigste Kriterium für die Entscheidung  diesmal der Gebrauchswert. Die Stücke sollten gut anliegen, komfortabel zu tragen und lange haltbar sein. Vor allem sollte es die Trägerin schöner machen. Es gab zwei Themen, unter denen man seine Werke anmelden konnte. In der Kategorie „Familien­bande“ waren Schmuck-Erbstücke von der Mutter oder Großmutter bei der Gestaltung einzube­ziehen. Beim zweiten Thema „Costume Jewelry“ durfte jedes Material benutzt werden. Die Gewinner-Schmuckstücke zeigen wir Ihnen auf diesen Seiten. Sie wurden extra aus Japan eingeflogen, um exklusiv  für unsere Leser fotografiert zu werden.

1985 Silber: Kategorie Familienbande, für Yukiko Furuno und ihr Stück „Besinnung und Coloration.“

„Ich lebe auf dem Land“, sagt Lisa, „und Perlen zu kaufen, ist eine echte Herausforderung!“ Das Thema, dem sie sich verschrieben hatte: „Angelique“ – nach dem His­torienroman von Serge und Anne Golon. Die grünäugige Heldin ist die Inspi­rationsquelle der Designerin. Als sie die grünen Vintage-Steine von Swarovski in schmaler Navette-Form fand, nahm ihr Thema Gestalt an. Doch es gab nur zehn Stück davon. So musste sie weitere suchen, die zu ihrer Idee passten. In ihrer offenen, humorvollen Art fährt sie fort: „Dann fand ich die Glas-Cabochons – je Stück für nur 20 Cent! Ihre Farbe war perfekt. Als sich die Rückseitenverspiegelung abnutzte, nahm ich einfach einen Permanentmarker, um den Glanz wieder herzustellen. Und dann habe ich unzählige Male mit der Anzahl der 15/0 Rocailles herumprobiert, bis sich die Kette ganz natürlich um den Hals schmiegte. Als ich das Stück der Jury sandte, befürchtete ich, dass es wegen Manipulation gleich abgelehnt würde. Doch dann kam die Überraschung: Ich hatte Gold in der Kategorie „Costume Jewelry“ gewonnen! Nun ist meine Kreation sogar nach