3 Editorial
4 Inhalt
6 Fundstück der Saison
8 News | Termine
10 Judy Walker: Perle in 3-D
22 2-D-RAW-Kurs
33 Neue Bücher
46 Wiener Künstler
83 Leserbriefe
85 Tipps und Tricks
86 Wiener Perlenladen „Kölbl“
88 Kumihimo-Meisterin
92 Perlenladenverzeichnis
96 Wettbewerb „IBA“
98 Vorschau/Impressum
Anleitungen
26 Armband „Piaf“
29 Anhänger „Hidden Depth“
32 Halskette „Vulkanausbruch“
34 Kette m. Anhänger „Pom-Pom“
39 Ohrringe „Dipping Drop“
40 Sommerkette „Tentakel“
42 Kette „Call me Curvey“
62 Kette „Sommergold“
66 Häkelkette „Schwarz-Weiß“
68 Pandoras Necklace
73 Armband „Delightful Diamonds“
76 Magnetzylinderkette
78 Ring „Café Crema“
80 Titelanleitung „Pinch Cube Chain“
90 Kette in Kumihimo
Der „Right Angle Weave“ – übersetzt „Rechtwinkelstich“ wird oft mit RAW abgekürzt. Er verdankt seinen Namen dem Fadenverlauf und der Anordnung der Perlen. Man fädelt immer kleine Quadrate aus 4 Perlen, die im Arbeitsverlauf miteinander vernetzt werden. Dabei fädelt man immer im rechten Winkel „um die Ecke“ und nie geradeaus. Wichtig ist, dass die Perlen dabei die Seiten der Quadrate bilden und nicht die Ecken.
Der RAW-Stich ist sehr vielfältig zu nutzen. Die Perlenkünstlerin Marcia DeCoster verwendet den Stich oft als Einfassung für Steine oder als Basis, die später verziert wird. Shelley Nybakke zeigt mit ihren Armreifen aus Metallperlen eine weitere Variante wie der Rechtwinkelstich eingestetzt werden kann.
Fädelt man RAW mit Rocailles, erhält man ein weiches Netz. Verwendet man hingegen Bicone-Perlen, bildet sich eher eine stabile Fläche.
Es gibt zwei Möglichkeiten, RAW zu fädeln. Fädeleien mit Rocailles werden häufig mit der „1-Nadel-Technik“ gearbeitet, für Arbeiten mit Bicone-Perlen bevorzugt man wiederum die „2-Nadel-Technik“, die manchen etwas aufwendiger erscheint, jedoch eine bessere Fadenspannung erlaubt und ein gleichmäßigeres Ergebnis bringt. Um deutlich zu machen, wie die Perlen liegen müssen, sind für beide Varianten Bicone-Perlen abgebildet.
Die 1-Nadel-Technik
1. Hinreihe: 4 Perlen aufnehmen. Bis ca. 10 cm an das Ende des Fadens schieben und verknoten. Weiter durch 1 Perle fädeln. Der Knoten verschwindet in dieser Perle. Der Faden kommt rechts aus der Perle heraus.
3 Perlen aufnehmen. Wiederum von links nach rechts durch die letzte Perle von Schritt 2 fädeln. Weiter durch die ersten beiden neu aufgenommen Perlen fädeln. Der Faden kommt links aus der obersten waagerechten Perle heraus.
3 Perlen aufnehmen. Nochmals von rechts nach links durch die letzte Perle von Schritt 3 fädeln. Weiter durch alle 3 neu aufgenommenen Perlen fädeln. Der Faden kommt unten aus der rechten senkrechten Perle heraus.
Wende zur Rückreihe: 3 Perlen aufnehmen. Nochmals von oben nach unten durch die letzte senkrechte Perle der Hinreihe und die 1. der neu aufgenommenen Perlen fädeln.
2 Perlen aufnehmen. Durch die mittlere senkrechte Perle der Hinreihe, die letzte waagerechte Perle der Rückreihe, durch die beiden neu aufgenommenen Perlen und die untere senkrechte Perle der Hinreihe von oben nach unten durchfädeln.
2 Perlen aufnehmen. Durch die letzte waagerechte Perle der Rückreihe, der untere senkrechte Perle der Hinreihe und den beiden neu aufgenommenen Perlen fädeln.
2. Hinreihe: 3 Perlen aufnehmen. Durch die letzte senkrechte Perle der Rückreihe und die erste der neu aufgenommenen Perlen fädeln.
2 Perlen aufnehmen. Im Kreis von oben nach unten durch die mittlere senkrechte Perle der Rückreihe, durch die untere waagerechte Perle der letzten Hinreihe, den beiden neu aufgenommenen Perlen und die letzte senkrechte Perle der Rückreihe fädeln.
2 Perlen aufnehmen. Im Kreis von rechts nach links durch die untere waagerechte Perle der letzten Hinreihe, die obere senkrechte Perle der Rückreihe und die 1. neu aufgenommene Perle fädeln. Faden vernähen und abschneiden.
Die 2-Nadel-Technik
Insbesondere für Bicone-Perlen bevorzugt man die Arbeit mit zwei Nadeln. Hier lässt sich eine deutlich bessere Fadenspannung halten und man muss auch nicht so häufig durch die einzelne Perle hindurch, kann also dickere Fäden (z. B. Nylonschnüre) nehmen.Wichtigster Unterschied ist, dass man bei dieser Technik immer durch eine Perle „kreuzt“.
1. Hinreihe: 4 Perlen aufnehmen. Zur Mitte des Fadens schieben. Beide Fadenenden kreuzen sich durch die letzte aufgenommene Perle.
2 Perlen auf den rechten Faden (grün) aufnehmen. 1 Perle auf den linken Faden (gelb) aufnehmen. Die Fäden werden in der 2. Perle des rechten Fadens gekreuzt.
3 Perlen auf den linken Faden (grün) aufnehmen. Beide Fäden werden durch die letzte aufgenommene Perle gekreuzt.
Wende zur 1. Rückreihe: 3 Perlen auf den oberen Faden (gelb) aufnehmen. Beide Fäden werden durch die letzte aufgenommene Perle gekreuzt.
2 Perlen auf den rechten Faden (grün) aufnehmen. Den linken Faden (gelb) von oben nach unten durch eine senkrecht stehende Perle der Hinreihe fädeln. Beide Fäden werden durch die letzte aufgenommene Perle des rechten Fadens gekreuzt.
Den linken Faden (grün) von oben nach unten durch eine senkrecht stehende Perle der Hinreihe fädeln.
2 Perlen auf diesen Faden aufnehmen. Beide Fäden werden durch die letzte aufgenommene Perle des linken Fadens gekreuzt.
3 Perlen auf den unteren Faden (gelb) aufnehmen. Beide Fäden werden durch die letzte aufgenommene Perle des unteren Fadens gekreuzt.
2 Perlen auf den rechten Faden (gelb) aufnehmen. Den linken Faden (grün) von unten nach oben durch eine senkrecht stehende Perle der Rückreihe fädeln. Beide Fäden werden durch die letzte aufgenommene Perle des rechten Fadens gekreuzt.
2 Perlen auf den rechten Faden (gelb) aufnehmen. Den linken Faden (grün) von unten nach oben durch eine senkrechtstehende Perle der Rückreihe fädeln. Beide Fäden werden durch die letzte aufgenommene Perle des rechten Fadens gekreuzt. Beide Fäden vernähen und abschneiden.